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Mainau
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Die Mainau ist mit etwa 45 Hektar FlĂ€che die drittgrĂ¶ĂŸte Insel im Bodensee.cite-ref-fakten-1-0[1] Zum Stichtag des Zensus am 15. Mai 2022 wies sie rund 40 stĂ€ndige Einwohner auf.cite-ref-2[2] Der Molassekalkfelsen befindet sich im Überlinger See genannten, nordwestlichen Teil des Bodensees.cite-ref-fischer-balze-3-0[3] Sie ist vom SĂŒdufer des Überlinger Sees ĂŒber eine BrĂŒcke zu erreichen und verfĂŒgt ĂŒber einen Schiffsanleger, der von Kurs- und Ausflugsschiffen der Weißen Flotte bedient wird. Die nĂ€chsten grĂ¶ĂŸeren StĂ€dte sind Konstanz, Meersburg und Überlingen. Die Insel gehört im Stadtgebiet von Konstanz zum Stadtteil Litzelstetten und befindet sich seit 1974 im Besitz der von Graf Lennart Bernadotte gegrĂŒndeten gemeinnĂŒtzigen „Lennart-Bernadotte-Stiftung“. Die grĂ€fliche Familie ist bis heute wichtiger Teil der Attraktion der Mainau.cite-ref-dpa-4-0[4] Die Insel liegt an der OberschwĂ€bischen Barockstraße.

Contents

‱ Geographie
‱ Lage
‱ Anlage
‱ Bauwerke
‱ Geschichte
‱ Antike
‱ Mittelalter
‱ Neuzeit
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geographie

Lage

Die Insel liegt auf einer Höhe zwischen 395 (Seeniveau bei mittlerem Wasserstand) und 425 Meter ĂŒber Normalnull (NHN). Der höchste Punkt ist laut amtlichen Karten bei der Großherzog-Friedrich-Terrasse (historisches Wasserreservoir auf dem Vogelherd). Ihre Nord-SĂŒd-Ausdehnung betrĂ€gt 610 Meter, ihre grĂ¶ĂŸte West-Ost-Ausdehnung rund 1050 Meter. Der Umfang der Insel betrĂ€gt rund drei Kilometer.cite-ref-5[5] Die kĂŒrzeste Entfernung der abgesunkenen Molassescholle zum Seeufer betrĂ€gt 130 Meter.cite-ref-6[6] Die Mainau gehört zum Konstanzer Stadtteil Litzelstetten rund vier Kilometer nördlich der Altstadt.

Die Mainau ist ĂŒber eine FußgĂ€ngerbrĂŒcke mit dem westlich der Insel gelegenen Festland verbunden und erreichbar. Eine parallel zu dieser BrĂŒcke nördlich verlaufende StraßenbrĂŒcke ist dem motorisierten Autoverkehr nur Inselbewohnern, RestaurantgĂ€sten oder Angestellten vorbehalten. FĂŒr Besucher, die mit dem Auto anreisen, gibt es einen Parkplatz auf dem Festland unmittelbar am westlichen Eingang der Insel. Besucher können von Unteruhldingen, Konstanz, Kreuzlingen oder Meersburg aus mit den PersonenfĂ€hren verschiedener Schifffahrtsgesellschaften mehrmals tĂ€glich auf die Insel gelangen. Ein FĂ€hranleger mit zwei Landungsstegen befindet sich an der Ostseite. SĂŒdlich vom Schiffsanleger befindet sich ein kleiner Privathafen.

Das Wassergebiet zwischen der Insel Mainau und dem Festland ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet Untere GĂŒll liegt nördlich, die Obere GĂŒll sĂŒdlich der BrĂŒckenverbindung.

Bevölkerung

Die Insel Mainau hat nur wenige Einwohner, Meyers Konversationslexikon von 1888 gab eine Bevölkerung von 28 an.cite-ref-7[7] Zur VolkszÀhlung 1961 war eine Bevölkerung von 123 nachgewiesen.cite-ref-8[8] Auf der Insel Mainau lebt Björn Bernadotte mit seiner Familie.

Anlage

Park- und Gartenanlagen

Bedingt durch das gĂŒnstige Bodenseeklima wachsen auf der tropfenförmigen Inselcite-ref-fischer-balze-3-1[3] Palmen und andere mediterrane Pflanzen. Wegen ihrer reichen subtropischen, teilweise auch tropischen Vegetation wird die Mainau auch als „Blumeninsel im Bodensee“ bezeichnet. Der 2004 verstorbene Graf Lennart Bernadotte nannte seine Insel gerne das „Blumenschiff“.cite-ref-fischer-balze-3-2[3] Weiterhin beschrieb er das bekannte und fĂŒr Besucher gegen Eintrittsgeld zugĂ€ngliche Ausflugsziel mit folgenden Worten:

„Sie ist eine kokette kleine Dame, diese Mainau, die stets und stĂ€ndig große Aufmerksamkeit fordert, noch mehr Liebe und vor allem unaufhörlich neue Kleider.“

–

Lennart Bernadotte

Wobei er mit den „neuen Kleidern“ zuerst den immer wieder neu von GĂ€rtnerhand gewebten BlĂŒtenĂŒberwurf gemeint haben mag.cite-ref-elsner-heller-9-0[9]

HerzstĂŒck der „Blumeninsel“ ist neben den historischen GebĂ€uden das von Großherzog Friedrich I. ab 1856 angelegte parkĂ€hnliche Arboretum der Insel Mainau mit seinen 500 verschiedenen Arten von zum Teil seltenen und wertvollen Laub- und Nadelgehölzen. Darunter befindet sich einer der Ă€ltesten UrweltmammutbĂ€ume (Metasequoia glyptostroboides) Deutschlands. Der aus China stammende Baum war 1952 als 70 Zentimeter großes BĂ€umchen im Ufergarten ausgepflanzt worden.cite-ref-10[10] Besonders mĂ€chtig sind einige Exemplare des Riesenmammutbaums (Sequoiadendron giganteum). Die Samen dieser BĂ€ume kamen 1853 aus Kalifornien, und 1864 ließ Friedrich I. zahlreiche BĂ€ume auf der Mainau pflanzen. Damit gehören sie zu den Ă€ltesten ihrer Art in Europa.cite-ref-11[11] Neben den riesigen MammutbĂ€umen befinden sich Zedern, Metasequoien und TulpenbĂ€ume. Das Arboretum dehnt sich nordwestlich vom Schloss auf der HochflĂ€che aus.

Im FrĂŒhjahr Ende MĂ€rz/Anfang April beginnt auf der Mainau das Blumenjahr im Palmenhaus mit einer großen Orchideenschau. Von Ende MĂ€rz bis Mitte Mai blĂŒhen auf der Mainau Tulpen, Narzissen und Hyazinthen. Hierzu wurden im östlichen Teil der Insel an der sogenannten „FrĂŒhlingsallee“ parallel zum Weg Tausende von Tulpen-, Narzissen- und Hyazinthenzwiebeln gepflanzt. Ebenfalls im FrĂŒhjahr gedeihen auf der Insel StiefmĂŒtterchen, Vergissmeinnicht und Primeln.

In der Übergangszeit von Mai und Juni zeigen sich die BlĂŒten der 200 Rhododendren- und Azaleensorten. Westlich des Comturey-Kellers kommt man zu dem ebenfalls durch Großherzog Friedrich I. im italienischen Stil angelegten Rosengarten.cite-ref-sch-fer-12-0[12] Der sogenannte „italienische Rosengarten“ ist eine streng geometrische Anlage mit Pergolen, Skulpturen und Brunnen. Im Sommer betört der Duft der rund 500 verschiedenen Rosensortencite-ref-fakten-1-1[1], vor allem Beetrosen. Auf der ganzen Insel finden sich etwa 30.000 Rosenstöcke von 1200 Sorten. Eine Barocktreppe fĂŒhrt hinauf zur aussichtsreichen Schlossterrasse.

Die „FrĂŒhlingsallee“ fĂŒhrt zu den „Mediterran-Terrassen“ mit ihren exotischen KĂŒbelpflanzen, wo im Sommer PalmengewĂ€chse, Agaven, Kakteen und Bougainvilleen gezeigt werden. Von hier hat man ein Panorama auf die Bodenseelandschaft. Im Juli zeigen sich auf der Mainau die BlĂŒten der Engelstrompeten und des Hibiskus, im August die der Passionsblumen.

SĂŒdlich breitet sich der „SĂŒdgarten“ aus, wo im Herbst von September bis Oktober die Dahlienfelder mit etwa 20.000 DahlienbĂŒschen von 250 Sorten blĂŒhen. Im östlich anschließenden Ufergarten wachsen FrĂŒhlings- und Sommerblumen, darunter eine Sammlung verschiedener Fuchsienarten. Ein beliebtes Fotomotiv ist das Bodenseerelief, ein nach Jahreszeit unterschiedlich gestaltetes BlĂŒtenbild in Form des Bodensees.

An der Nordseite der Insel liegt der kleine Hafen mit Schiffsanlegestelle, wo die Ausflugsschiffe anlegen und es einen weiteren Eingang gibt.

Im ganzjĂ€hrig geöffneten Schmetterlingshaus auf der Insel, mit etwa 1000 Quadratmeter das zweitgrĂ¶ĂŸte seiner Art in Deutschland,cite-ref-13[13] können Besucher zwischen 25 °C und 30 °C WĂ€rme und 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit durch eine tropisch anmutende Umgebung mit WasserfĂ€llen und exotischen GewĂ€chsen gehen. Je nach Saison fliegen 700 bis 1000cite-ref-fakten-1-2[1] bunte Falter bis zu 80 verschiedener Schmetterlingsarten, vor allem sĂŒdamerikanischer Herkunft, frei zwischen den Besuchern. Rund ein Drittel der gezeigten Schmetterlingsarten vermehrt sich hier auf natĂŒrliche Weise. Doch ist es ganz unterschiedlich, wie viele Nachkommen es gibt. Aus diesen GrĂŒnden bekommt das Schmetterlingshaus wöchentliche Lieferungen von 400 Puppen von ZĂŒchtern aus Costa Rica, England und Holland. Rund 20.000 Euro betrĂ€gt das Budget im Jahr fĂŒr neue Raupen.cite-ref-14[14] Die Gartenanlage rund um das Schmetterlingshaus wurde als Lebensraum fĂŒr heimische Schmetterlinge gestaltet. Angeschlossen ist ein Duftgarten mit mehr als 150 Duftpflanzenarten.

Außer den Park- und Gartenanlagen gibt es einen Streichelzoo mit Ziegen und Ponys und den „Mainauer Bauernhof“ mit Alpakas, Hasen, HĂŒhnern, Eseln, Schafen und Katzen sowie einige gastronomische Einrichtungen.

FĂŒr Kinder gibt es das rund 1100 Quadratmeter große Mainauer Kinderland „Wasserwelt“, einen Spielplatz mit einem 60 Zentimeter tiefen Wasserbecken, das von Flusssteinen mit einem Gesamtgewicht von rund 130 Tonnen eingefasst wird. In der Mitte des mit 170 Kubikmeter Wasser gefĂŒllten Sees liegt eine Insel. Auf dem See können die Kinder mit FlĂ¶ĂŸen umherfahren oder sich mit einer HolzfĂ€hre hinĂŒberziehen. Rundherum stehen HolzhĂ€user als KlettergerĂŒste, die laut Planern an die Zeit der Pfahlbauten erinnern sollen. Verbunden sind die HĂ€uschen durch HĂ€ngebrĂŒcken und Kettenstege. Dazu gibt es Wasserrinnen und extra Matschtische.cite-ref-spielplatz-15-0[15] Falls ein Kind beim Spielen allzu tief in die Wasserwelt eingetaucht sein sollte, haben die beiden Mainauplaner Matthias Wagner und Markus Zeiler auch vorgesorgt: Am Spielplatz wurde in einem Kiosk ein WĂ€schetrockner aufgestellt, in dem die Eltern nasse KleidungsstĂŒcke selbst trocknen können.cite-ref-familienparadies-16-0[16]cite-ref-wasserwelt-17-0[17]

Bauwerke

Deutschordenschloss

Das Deutschordenschloss wurde auf dem Burgstall der im 18. Jahrhundert abgebrochenen Burg Mainau nach den EntwĂŒrfen von Johann Caspar Bagnato (Giovanni Gaspare Bagnato) und unter seiner Bauleitung 1739 begonnen und nach siebenjĂ€hriger Bauzeit vollendet.cite-ref-sch-fer-12-1[12] Das dreiflĂŒgelige Barockschloss wurde um einen Ehrenhof und mit einem seitlichen Terrassengarten angelegt. Am Mittelrisalit des Westteils befindet sich ein großes Wappen des Hochmeisters Clemens August von Bayern, des Landkomturs Philipp von Froberg und des Mainaukomturs Friedrich von Baden. Auf dem Ostgiebel (Seeseite) ist ein Deutschordenswappen angebracht. Das Schloss ist bis heute Wohnsitz der grĂ€flichen Familie. An der grĂ€flichen Fahne, die auf dem Schlossdach gehisst ist, kann man erkennen, ob die grĂ€fliche Familie anwesend ist. Die PrivatrĂ€ume liegen im NordflĂŒgel, also vom Schlosshof aus links, im nicht zugĂ€nglichen Teil des Schlosses. HerzstĂŒck ist der ehemalige Audienzsaal, der in Weiß und Gold gehaltene sogenannte „Weiße Saal“, der sein heutiges Aussehen 1883 erhielt.cite-ref-sch-fer-12-2[12] Er ist nur zu Konzerten oder besonderen Veranstaltungen öffentlich zugĂ€nglich. Im Mitteltrakt werden Wechselausstellungen gezeigt. Im SĂŒdflĂŒgel befindet sich ein CafĂ© mit Terrasse unter den hohen Palmen der Schlossterrasse. Unmittelbar angrenzend an den SĂŒdflĂŒgel befindet sich das Palmenhaus.

Siehe auch

:

Liste von Burgen und Schlössern im Regierungsbezirk Freiburg#Landkreis Konstanz

und

Liste von Burgen und Schlössern im Regierungsbezirk Freiburg

Palmenhaus

Das Palmenhaus, eine seit 1998 unmittelbar an die Schlosskirche anschließende aufwendige Glaskonstruktion, hatte ursprĂŒnglich nur eine Baugenehmigung fĂŒr die Wintermonate, doch trotz BeeintrĂ€chtigung des Blicks auf Kirche und Schloss schĂŒtzt es seit 2008 die BĂ€ume ganzjĂ€hrig. Grund fĂŒr die erweiterte Genehmigung waren die hohen Kosten fĂŒr Ab- und Aufbau. Es steht sĂŒdlich des Schlosses und östlich der Schlosskirche. Hier wachsen mehr als 20 Palmenarten, darunter eine mehr als 15 Meter hohe Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis), die 1888 gepflanzt wurde. Das Palmenhaus weist eine markante wellenförmige Dachkonstruktion auf und hat eine GrundflĂ€che von 1270 Quadratmeter. Die maximale Höhe des Hauses betrĂ€gt 17,40 Meter; die Dach- und Fassadenelemente bestehen aus hochtransparentem sechs Millimeter starkem Acrylglas. Die erste demontierbare und beheizbare Orangerie auf der Mainau soll es schon 1867 gegeben haben. Das erste Palmenhaus stammte aus dem Jahr 1968,cite-ref-18[18] im Jahr 1998 wurde es vollstĂ€ndig erneuert. Abgesehen von der Aufbewahrung der Palmen wird das Haus auch fĂŒr Veranstaltungen genutzt.cite-ref-19[19]cite-ref-1-20-0[20]

Schlosskirche

Der Neubau der Schlosskirche St. Marien von 1732 bis 1739 am sĂŒdöstlichen Ende der Insel neben dem Schloss gilt als das Erstlingswerk von Bagnatos zahlreichen Kirchenbauten.cite-ref-sch-fer-12-3[12] Bei der Schlosskirche handelt es sich um eine rechteckige Saalkirche, 20 Meter lang und 9,5 Meter breit,cite-ref-sch-fer-12-4[12] mit halbrundem Altarhaus. Hochgestellte Rechteckfelder gliedern die Außenfront, wobei die SeitenwĂ€nde Rundbogenfenster aufweisen. Über der Westwand erhebt sich ein Giebel und darĂŒber der Turmaufbau mit geschwungener Turmhaube.

Das Innere gliedert sich in ein rechteckiges Schiff mit dem halbrunden Chor und der dem Altar gegenĂŒberliegenden Orgelempore. Sie ist ausgestattet mit AltĂ€ren, Kanzel und Skulpturen von Joseph Anton Feuchtmayer (1696–1770). Franz Joseph Spiegler (1691–1757) fĂŒgte 1737/1738 das HochaltargemĂ€lde und die Deckenfresken hinzu. Seine Werke sind eingebettet in das umfangreiche Bandstuckwerk von Francesco Pozzi (1704–1789).cite-ref-sch-fer-12-5[12] Johann Baptist Babel (1716–1799) trug eine Schwarze Madonna zur Ausstattung bei.cite-ref-fischer-balze-3-3[3] Die beiden SeitenaltĂ€re weisen sehr bewegte Engelsfiguren auf. Der linke Seitenaltar wird durch eine Figur des MĂ€rtyrers Sebastian bekrönt, der rechte durch eine des heiligen Nepomuk. Das Altarbild des Hochaltars stellt Maria mit dem Kind, die heilige Familie und Johannes den TĂ€ufer dar. Die Deckenfresken beschĂ€ftigen sich ebenfalls mit dem Leben Mariens. Die Schlosskirche gilt als Ausgangspunkt des oberschwĂ€bischen Hochbarockscite-ref-fischer-balze-3-4[3] und wird als Hochzeitskirche genutzt.

Die ursprĂŒngliche vom Konstanzer Meister Johann Michael Bihler (1687/88–nach 1763) erbaute und von Feuchtmayer dekorierte Orgel wurde 1823 verkauft und um 1860 durch eine neue Orgel im spĂ€tklassizistischen Stil ersetzt.cite-ref-sch-fer-12-6[12] Der Erbauer ist nicht bekannt. Das Schleifladen-Instrument hat 11 Register auf einem Manualwerk (Principal 8â€Č, Bourdon 8â€Č, Violflöte 8â€Č, Octave 4â€Č, Spillflöte 4â€Č, Superoctave 2â€Č, Mixtur IV 1 1⁄3â€Č, Cornet III) und Pedal (Bourdon 16â€Č, Violone 8â€Č, Posaune 8â€Č). Die Trakturen sind mechanisch.cite-ref-21[21] 2017 wurde das Instrument durch das Unternehmen Mönch Orgelbau ĂŒberholt.

In der unter der Orgelempore gelegenen Gruft der Schlosskirche befinden sich die GrabstÀtten von:

1. Johann Caspar Bagnato (1696–1757), Baumeister des Barocks in SĂŒdwestdeutschland
2. Prinz Dmitri Romanow (1891–1942), Enkel von Zar Alexander II., Bruder von Maria Romanowa
3. Prinzessin Maria Romanowa (1890–1958), Schwester von Dmitri Romanow, Mutter von Lennart Bernadotte
4. Wolfgang Haunz (1913–1982), Vater von Sonja Bernadotte
5. Anita Haunz, geb. Mayr (1914–1997), Mutter von Sonja Bernadotte
6. Lennart Bernadotte (1909–2004), Besitzer der Insel Mainau
7. Prinz Michail Romanow (1924–2008), Sohn von Irina Pawlowna Paley, Cousin von Lennart Bernadotte
8. Sonja Bernadotte, geb. Haunz (1944–2008), Ehefrau von Lennart Bernadottecite-ref-22[22]cite-ref-23[23]

„GĂ€rtnerturm“, „Comturey“

Westlich gegenĂŒber dem barocken Schloss- und Kirchenensemble befindet sich der sogenannte „GĂ€rtnerturm“. Die Mauern, ein Teil der mittelalterlichen Festungsanlage, stehen in einem Gegensatz zur festlichen Schlossfassade. FrĂŒher war hier ein Kellergewölbe fĂŒr die Vorratshaltung und die Kelterei tief in den Felsen getrieben worden.

Im 2013/2014 umgebauten und erweiterten Restaurant Comturey kann man mit Blick auf den See essen.

Schwedenturm

Auf einem Weinberg-Abhang auf der sĂŒdwestlichen Inselseite ragt der sogenannte Schwedenturm etwa zwanzig Meter in die Höhe. Über der EingangstĂŒre weist die Jahreszahl 1588 und das Wappen des Deutschen Ordens auf das Erbauungsjahr hin. Das GebĂ€ude, das ursprĂŒnglich als Wachturm diente, gilt als ein Wahrzeichen der Insel, ist jedoch derzeit fĂŒr die Öffentlichkeit nicht zugĂ€nglich.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]

Geschichte

Vor- und FrĂŒhgeschichte

Am SĂŒdufer der Insel wurden 1862 erste Spuren frĂŒher Besiedelung des Bodenseeufers gefunden und vom DomĂ€nenverwalter Walter 1864 gesichert. Darunter waren auch Keile, Topfscherben, Feuersteinsplitter, eine Axt und ein Reibstein.cite-ref-26[26] Die Pfahlbausiedlung aus sechs HĂ€usern wurde in den 1930er Jahren freigelegt und in die Jungsteinzeit (Neolithikum) um 3000 v. Chr. datiert. Jungsteinzeitliche und bronzezeitliche Pfahlbausiedlungen fanden sich entlang des Nordstrandes und sĂŒdwestlich der Insel in der Flachwasserzone.cite-ref-wichmann-jenisch-27-0[27]

Um 400 v. Chr. war die Mainau womöglich keltischer Siedlungsraum. BegĂŒnstigt durch ihre Insellage bot sie den Siedlern, vermutlich vom Stamm der Helvetier, einen natĂŒrlichen Schutz. Siedlungsbelege fehlen jedoch.cite-ref-wichmann-jenisch-27-1[27]

Antike

Der römische Feldherr Tiberius brachte gemeinsam mit seinem jĂŒngeren Bruder Drusus in den Jahren 15 bis 13 v. Chr. Raetien und das im Norden gelegene Vindelicien unter römische Herrschaft. Dem war der Befehl des römischen Kaisers Augustus, ihres Stiefvaters, vorausgegangen, der die Unterwerfung des von den RĂ€tern bewohnten Landes rund um den Bodensee anordnete. Laut dem antiken griechischen Geschichtsschreiber Straboncite-ref-28[28] soll im Jahr 15 v. Chr. Tiberius im Seekampf gegen die Vindeliker eine „kleine Bodenseeinsel“ als FlottenstĂŒtzpunkt genutzt haben.cite-ref-29[29] Man hat abwechselnd jede der vier damaligen Inseln (Lindau, Mainau, Reichenau und Wasserburg) fĂŒr diese Insel gehalten. Nach dem sicheren Ausscheiden von Lindau und Wasserburg verbleiben noch die Reichenau und die Mainau, jedoch angesichts zahlreicher römischer FundstĂŒckecite-ref-30[30] kommt wohl nur die Mainau in Frage.cite-ref-31[31] Das wĂŒrde bedeuten, dass die Römer die Insel unweit des spĂ€teren Constantia (Konstanz) kurzzeitig fĂŒr ein Kastell, eine Schiffswerft und eine kleinere Flottenstation der römischen Bodenseekriegsflotte des Tiberiuscite-ref-sch-fer-12-7[12], die ihren Hauptsitz in Brigantium (Bregenz) hatte, nutzten.cite-ref-32[32] Siedlungsbelege fehlen jedoch.cite-ref-wichmann-jenisch-27-2[27]

Mittelalter

Nachdem die Alamannen die Römer ab dem 4. Jahrhundert am Bodensee abgelöst hatten, siedelten sie vermutlich auch auf der Mainau. Siedlungsbelege bis in das Mittelalter fehlen.cite-ref-wichmann-jenisch-27-3[27] Im 5. und 6. Jahrhundert wurde die strategisch wertvolle Mainau alamannisches Herzogsgut und spÀter Teil eines frÀnkischen, von Bodman aus verwalteten Königsguts. Die Mainau wurde Rittersitz. In der zeitgenössischen Literatur wird die Insel als Mav(e)no(w), Maienowe (1242) bzw. Maienow (1357), Maienau, Mainowe (1394) und Mainaw (1580) erwÀhnt.

Kloster Reichenau

Im Jahr 724 ging die Insel neben anderen Gebieten auf dem BodanrĂŒck als Geschenk an das mĂ€chtige Kloster Reichenau, wobei den Schriftquellen keine Details zur Bebauung zu entnehmen sind.cite-ref-wichmann-jenisch-27-4[27] Die Mainau wurde den Herren von Maienowe (Berthold von Maienowe erwĂ€hnt 1242 und 1257cite-ref-33[33]) und spĂ€ter den Edlen zu Langenstein als Lehen aufgetragen.cite-ref-fischer-balze-3-5[3]

Deutscher Orden

Die Insel wurde 1271cite-ref-34[34] von dem auf der Reichenau ansĂ€ssigen Ministerialen Arnold von Langensteincite-ref-35[35] mit seinen vier Söhnen Hugo, Berthold, Arnold und Hugo dem JĂŒngeren eigenmĂ€chtig an den Deutschen Orden weiterverschenkt. Daraufhin wurden zwei seiner Söhne in den Orden aufgenommen.cite-ref-36[36] 1272 wurde hier eine Kommende eingerichtet. Das Kloster musste sich auch mit dieser Entfremdung abfinden, konnte aber in einem Vertrag erreichen, dass Schloss Sandegg (Thurgau) und weitere GĂŒter zurĂŒckgegeben wurden. Das ursprĂŒnglich in Sandegg ansĂ€ssige Deutschordenshaus wurde auf die Mainau verlegt, die Burganlage ausgebaut. Zu Anfang bestand der Konvent aus Mitgliedern von Ministerialenfamilien des Klosters Reichenau und aus auswĂ€rtigen Adligen, sowie aus Geistlichen, die jedoch nicht adliger Herkunft sein mussten.

Die Kommende Mainau gehörte zur Ballei Elsass und Burgund. Der Landkomtur, der der direkte Vorgesetzte des Komturs war, saß 1235 bis 1288 in Ruffach im Elsass, 1288 bis 1455 in Beuggen bei Rheinfelden und 1455 bis 1806 in Altshausen.cite-ref-referencea-37-0[37] Dank eines fortschrittlichen Beamtenwesens und mit zunehmender Macht der Komture nahm auch der Einfluss des Ordens insgesamt zu, was auch fĂŒr die Mainau-Komture galt. Die Kommende Mainau hatte sich dank einer stetigen Erwerbspolitik zur wohlhabendsten Kommende der Ballei entwickelt.cite-ref-38[38]

Zur „Landschaft Mainau“ gehörten ab dem Jahr 1272 Allmannsdorf, Litzelstetten, Dingelsdorf und ab 1367 Dettingen und Wallhausen. Der Deutsche Orden konnte fĂŒr die Landschaft Mainau durchgĂ€ngig die niedere Gerichtsbarkeit durchsetzen.cite-ref-39[39] Die hohe Gerichtsbarkeit Österreichs fĂŒr die Ämter Dettingen, Dingelsdorf und Litzelstetten ging etwa 1730 durch Pfand (spĂ€ter „Ewige Pfandschaft“) an den Landkomtur der Ballei Mainau ĂŒber. Die hohe Gerichtsbarkeit des Landgrafen von FĂŒrstenberg-Heiligenberg fĂŒr das Amt Allmannsdorf ging 1777 durch Pfand und 1783 durch Verkauf an den Landkomtur der Ballei Mainau ĂŒber.cite-ref-referencea-37-1[37]

Neuzeit

Im 16. Jahrhundert kam es zur Besetzung der Mainau durch österreichische Truppen nach dem Öffnungsrecht wĂ€hrend des Schmalkaldischen Kriegs (1546 bis 1547). Im selben Jahrhundert wurde auf der Insel ein Wachturm errichtet. Der so genannte „Schwedenturm“ ist ins Jahr 1588 datiert.

WĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Kriegs (1618 bis 1648) griffen am frĂŒhen Morgen des 12. Februar 1647 schwedische Truppen unter dem Oberbefehl Carl Gustav Wrangels mit 17 schwer armierten Schiffen und 3000 Soldaten die Insel an. Diese war mit doppelten Mauern geschĂŒtzt und wurde von 40 Soldaten und einigen wenigen Dienern des Komturs verteidigt. Die zahlenmĂ€ĂŸig unterlegene Besatzung zog sich in die Burg zurĂŒck. Diese wurde aus den an Land gezogenen GeschĂŒtzen der Schiffe unter Dauerfeuer genommen. Die Burgbesatzung war am zweiten Tag kampfunfĂ€hig. Am 14. Februar 1647 nahm der Komturs-Obrist Johann Werner Humpis von Waltram das (zweite) Angebot des ehrenvollen Abzugs an.cite-ref-referencea-37-2[37] Nach dem WestfĂ€lischen Frieden verwĂŒsteten die Schweden 1649 die Insel und zogen mit Beute im Wert von 4,5 Millionen Gulden ab (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648).

Schwedenkreuz

Mit der Besetzung durch die Schweden verbindet sich die Legende ĂŒber das Mainauer Schwedenkreuz: Es ist eine in Bronzeguss ausgefĂŒhrte Kreuzigungsgruppe Christus am Kreuz mit den zwei SchĂ€chern in LebensgrĂ¶ĂŸe, naturalistisch gehalten, auf einem SpĂ€trenaissancestĂ€nder am Eingang der Insel. Es gilt als ausdrucksstarkes Zeugnis des noch von der Gotik geprĂ€gten Manierismus am Bodenseecite-ref-moser-40-0[40] und „gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken in der Bodenseeregion“.cite-ref-41[41]

Die Kreuzigungsgruppe soll ursprĂŒnglich bei der Schlosskirche gestanden habencite-ref-fischer-balze-3-6[3] und von den Schweden in den See geworfen worden sein. Sie soll dem Abtransport durch die Besatzer in einem Wagen mit zwei vorgespannten Pferden dadurch entgangen sein, dass das Kruzifix am Berg von Litzelstetten plötzlich so schwer wurde, dass nicht einmal zwölf Pferde es mehr bewegen konnten. Weiterhin heißt es, dass Bauern es dann wieder zurĂŒck an die heutige Stelle gebracht hĂ€tten.cite-ref-42[42]

Über die Entstehung des Schwedenkreuzes gibt es zwei Theorien: Die erste besagt, dass es der „Deutschorden-Komthurs Schenk von Stauffenberg – reg. 1569–1577 – als Denkmal zum Lob und zur Ehre unseres Heilands und Erlösers hat errichten lassen“, laut mĂŒndlicher Überlieferung nach einer glĂŒcklich vollbrachten Seefahrt.cite-ref-43[43] Die zweite besagt, dass die Komturei zum Andenken und Dank fĂŒr den Wiederbesitz einen Rotguss aus Überresten der Kanonen fertigen und neben dem Steg im See aufstellen ließ.cite-ref-eiselein-44-0[44] Es wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel.cite-ref-sch-fer-12-8[12]

Siehe auch

:

Schwedenkreuz (Erlass Ferdinands III.)

18. und 19. Jahrhundert

Nach langsamer Erholung vom Kriegsgeschehen begann der berĂŒhmte Baumeister des Deutschen Ordens Johann Caspar Bagnato unter dem Komtur Reinhard Ignaz Franz Freiherr von Schönau (1731–1736) im Jahr 1732 mit dem Bau der barocken Kirche St. Marien. Diese wurde 1739 geweiht. Bagnato wurde im selben Jahr mit dem Bau eines neuen Schlosses beauftragt. FĂŒr den Neubau von Kirche und Schloss wurde die von Mauern umgebene Burg abgebrochen. Sie war anscheinend noch gut erhalten, befand sich am Steilufer im Osten der Insel und war durch einen hohen Sockel abgestĂŒtzt.cite-ref-moser-40-1[40] Nach siebenjĂ€hriger Bauzeit wurde das Deutschordenschloss 1746 vollendet. Der Architekt starb 1757 auf Mainau und ist in der Krypta der Kirche beigesetzt.

Großherzogtum Baden

Durch die SĂ€kularisation 1806 unter Napoleon Bonaparte verlor der Deutschorden auch die Mainau. Die Deutschordenskommende wurde aufgelöst und fiel mit allen Besitzungen an das neu gegrĂŒndete Großherzogtum Baden. Bei der ÜberfĂŒhrung der „Landschaft Mainau“ vom Deutschen Orden wechselten nach einem Übernahmeprotokoll die vier Gemeinden Allmannsdorf, Dingelsdorf, Dettingen und Litzelstetten an das Land Baden. Die Insel Mainau wurde bis 1827 Sitz eines Badischen DomĂ€nenamts.cite-ref-45[45]

Nach der SĂ€kularisation wurden unter wechselnden Besitzern aus verschiedenen österreichischen, schwedischen und englischen Königs- und herzoglichen HĂ€usern die baulichen Anlagen unter Abbruch von WirtschaftsgebĂ€uden (an der RĂŒckseite des Ehrenhofes und sĂŒdöstlich der Kirche) in einen neu angelegten Landschaftsgarten integriert.cite-ref-wichmann-jenisch-27-5[27]

1827 kaufte der ungarische FĂŒrst Nikolaus II. EsterhĂĄzy de Galantha die Mainau fĂŒr 65.000 Gulden von Großherzog Ludwig I. von Baden. Er begann unter großen Kosten mit der EindĂ€mmung des Eilandes, der Anpflanzung wertvoller BĂ€ume und Ansiedlung zahlreicher seltener Pflanzen. Er konnte die Insel aber nicht lange halten und ĂŒberließ sie 1830 seinem außerehelichen Sohn, Baron von Mainau. Von diesem kam die Mainau durch Kauf an die Erbin des Großherzogs Ludwig von Baden, der diese Dame und ihre zwei Kinder in den Grafenstand erhobcite-ref-46[46] und sie mit dem Besitz und Namen der ausgestorbenen Familie der Edlen von Langenstein ausstattete. Unter dieser Besitzerin wurde begonnen, die Insel neben dem Steg auch durch einen Steindamm mit dem Festland zu verbinden.cite-ref-eiselein-44-1[44] Von ihrer Tochter Louise, die den schwedischen Grafen Douglas geheiratet hatte, erwarb im Jahr 1853 der badische Großherzog Friedrich I. die Mainau als Sommersitz.

Der alte Steg wurde 1853 durch eine BockbrĂŒckecite-ref-47[47] und 1977 durch eine zweite BrĂŒcke ersetzt.

Friedrich richtete auf der Insel die Großherzoglich badische HofgĂ€rtnerei eincite-ref-48[48] und ließ die Insel und den Schlosspark durch seine HofgĂ€rtner Chr. Schlichter und vor allem durch dessen Nachfolger Ludwig Eberling, der ab 1856 fĂŒr 42 Jahre in Diensten des Großherzogs stand, neu gestalten. So wurden mediterrane und exotische Pflanzen beschafft, Alleen, GĂ€rten, das Arboretum und ein neues Wegesystem angelegt. Friedrichs Visionen und Ideen sowie dem Geschick seines HofgĂ€rtners verdankt die Insel ihr heutiges Aussehen. Damalige Schwerpunkte waren Arboretum, „italienischer Rosengarten“ und Orangerie.cite-ref-sch-fer-12-9[12] Auch damals kamen schon Besucher auf die Mainau. Sie mussten sich beim HofgĂ€rtner melden, der dann den Großherzog untertĂ€nigst um Erlaubnis bat.

1856 heiratete der Großherzog die Prinzessin Luise von Preußen, Tochter des spĂ€teren Kaisers Wilhelm I. Sie wurden die Urgroßeltern von Graf Lennart Bernadotte. Die Flitterwochen verbrachten sie auf der Sommerresidenz Mainau. Der Großherzog ließ in seiner Regierungszeit einige Supraporten aus dem Karlsruher Schloss in seine Sommerresidenz verbringen.cite-ref-49[49] 1862 pflanzte der Großherzog aus Freude ĂŒber die Geburt seiner Tochter eine „Viktoria-Linde“.

Ludwig Eberling starb 1898 im „GĂ€rtnerturm“ der Mainau. Victor Nohl wurde sein Nachfolger als HofgĂ€rtner.

20. Jahrhundert

1907 verstarb Friedrich I. 81-jĂ€hrig auf der Mainau. Die Insel fiel im selben Jahr an seinen Sohn, Großherzog Friedrich II. von Baden. Auch wenn sie zunĂ€chst wieder dem Verfall preisgegeben war, so war doch wĂ€hrend der Regentschaft seines Vaters der Grundstein fĂŒr die vielgerĂŒhmte „Blumeninsel“ gelegt worden. Auch ĂŒber das Ende der Monarchie des badischen FĂŒrstenhauses im Jahr 1918 hinaus blieb die Insel im Besitz der Familie; diese entschied, dass die Mainau zur politischen Gemeinde Litzelstetten gehören solle, statt wie bisher zur Gemeinde Allmannsdorf (welches am 1. Januar 1915 nach Konstanz eingemeindet wurde). Bis 1923 war die Mainau Witwensitz der Großherzogin Luise von Baden.

Schwedisches Königshaus

Am 9. August 1928 verstarb Friedrich II. von Baden. Da er kinderlos war, vermachte er die Insel seiner Schwester Viktoria von Baden. Diese hatte bereits 1881 den Kronprinzen Gustav von Schweden und Norwegen, seit 1907 Gustav V. König von Schweden, geheiratet; so gelangte diese Erbschaft 1928 in den Besitz des schwedischen Königshauses. Die Mainau fiel 1930 nach dem Tod Viktorias bestimmungsgemĂ€ĂŸ an ihren jĂŒngeren Sohn Prinz Wilhelm von Schweden. Dieser hatte jedoch keine Verwendung fĂŒr sie. Das Schloss war zu diesem Zeitpunkt modrig und voller Ungeziefer, die Parkanlagen verwildert und einem Urwald gleichend.

1932 ĂŒbertrug Prinz Wilhelm von Schweden die Verwaltung der Mainau seinem 23-jĂ€hrigen Sohn Prinz Lennart Bernadotte, der schon in seiner Jugend viele Sommerwochen auf der Insel verbracht hatte. Lennart stellte sich der Herausforderung und fand Gefallen daran, die Mainau wieder als Blumenparadies herzustellen.

Zeit der Bernadottes – die touristische Mainau

Als Lennart Bernadotte 1932 nach seinem Austritt aus dem schwedischen Königshaus wegen seiner Heirat mit der bĂŒrgerlichen Karin Nissvandt auf sĂ€mtliche Titel und eine mögliche Thronfolge verzichtete, zog er sich auf die Mainau zurĂŒck und machte die Insel zu seinem neuen Zuhause. Durch seine Initiative war diese bald auch fĂŒr Besucher zugĂ€nglich, allerdings nicht mit freiem Eintritt. In der Zeit des Nationalsozialismus erlebte sie einen touristischen Aufschwung, der auch durch Freizeitorganisationen wie „Kraft durch Freude“ (KdF) begĂŒnstigt wurde.cite-ref-am-50-0[50] 1935 besuchten 50.000 Menschen die Insel.

Zweiter Weltkrieg

WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs verpachtete Bernadotte – er weilte 1939 bis 1946 in seiner neutralen Heimat – die Mainau im Sommer 1943 an die Organisation Todt (OT), die bautechnische Abteilung des RĂŒstungsministeriums von Albert Speer, die in SĂŒddeutschland ein Erholungsheim fĂŒr höhere Offiziere und Industrielle aus der RĂŒstung einrichten wollte. Sie renovierte Schloss und Einrichtung und besorgte aus Frankreich Mobiliar. FĂŒr das Personal wurden drei Holzbaracken bei der „Schwedenschenke“ aufgestellt. TatsĂ€chlich wurde die Insel von der OT nie im geplanten Sinne genutzt, das Erholungsheim wurde wegen der anrĂŒckenden alliierten Truppen nie verwirklicht. Im Herbst 1944 wurden die Baracken französischen Kollaborateuren um Jacques Doriot zugewiesen. Bis Kriegsende versuchte dessen FĂŒhrungsgruppe mit 100 bis 200 Personen, ausgehend von der Mainau, den Widerstand gegen die „kommunistisch-gaullistische“ Herrschaft in Frankreich zu organisieren: Ihm sollten sich alle französischen Gruppen auf deutschem Boden unterstellen, nach einer RĂŒckeroberung Frankreichs war er als Regierungschef vorgesehen. Ein Rundfunksender wurde ihm zur VerfĂŒgung gestellt, in Konstanz brachte er die Zeitung Le Petit Parisien heraus, er plante bereits Sabotageakte in Frankreich. Er proklamierte auf der Mainau Anfang 1945 ein französisches Befreiungskomitee, um Frankreich „von der Herrschaft der Gaullisten und Kommunisten zu befreien“.cite-ref-am-50-1[50]

Nach dem Krieg gab Lennart Bernadotte fĂŒr das Buch Die Mainau. Chronik eines Paradieses aus dem Jahre 1977 eine ErklĂ€rung fĂŒr diese Verpachtung ab: Der Kontrakt sei aufgrund von Nötigung zustande gekommen, man habe ihn enteignen wollen, um die Insel dem RĂŒstungsminister Albert Speer nach dem Endsieg zum Geschenk zu machen. Doch stellt sich der Handel mit den Nationalsozialisten anders dar: Das Angebot kam Bernadotte nicht ungelegen, da nach Kriegsausbruch 1939 der Fremdenverkehr eingeschrĂ€nkt wurde. Er durfte trotz Kriegszeiten eine betrĂ€chtliche Pacht einstreichen, und fĂŒr die Instandhaltung des GelĂ€ndes war ebenfalls gesorgt. Von Nötigung wussten weder der Verwalter der Mainau noch der RĂŒstungsminister zu berichten.cite-ref-azw-51-0[51]

Nachkriegszeit

Am 27. April 1945 erreichten die französischen Truppen die Insel. Sie wurde am 16. Mai 1945 von General Jean de Lattre de Tassigny beschlagnahmt. Vom 18. Mai 1945 an diente sie einige Monate als Sanatorium und QuarantĂ€ne fĂŒr schwerkranke, an Typhus und Ruhr leidende rund 8000 französische ehemalige Insassen des Konzentrationslagers Dachau. FĂŒr diese ließ er Mitte Mai 1945 die Inseln Reichenau und Mainau von der deutschen Bevölkerung rĂ€umen und mit kranken HĂ€ftlingen belegen.cite-ref-52[52] 4000 französische HĂ€ftlinge kamen an den Bodensee, die Mehrheit auf die Reichenau. Die Schlossanlage der Mainau war vor allem den Schwerstkranken vorbehalten. 33 von ihnen starben und wurden auf der Insel begraben. Am 15. September 1945 wurde das Krankenhaus aufgelöst.cite-ref-53[53]cite-ref-54[54]

Auf DrĂ€ngen Graf Bernadottes sollte die idyllische Blumeninsel keine Spuren ihres dunklen Kapitels bewahren: So ließ er 1946, als die Franzosen abgezogen waren, die 33 Leichen exhumieren, auf einer französischen MilitĂ€rabteilung des Konstanzer Friedhofs erneut bestatten und schließlich nach Frankreich ĂŒberfĂŒhren.cite-ref-55[55] Im MĂ€rz 1946 richtete Bernadotte in den ehemaligen Baracken ein Lager des Christlichen Vereins Junger MĂ€nner (CVJM) ein. 1951 wurden die Baracken abgerissen, lediglich die Grundmauern sind noch zu sehen.cite-ref-azw-51-1[51]

Bernadotte wollte EntschĂ€digung und behauptete, dass die Dachauer KZ-Insassen einiges Tafelsilber und verschiedene KunstgemĂ€lde sowie AntiquitĂ€ten aus seiner Wohnung entwendet hĂ€tten. Die französischen Alliierten, die diplomatische Verwicklungen befĂŒrchteten, nahmen den Fall sehr ernst. Jedoch waren es vor allem Deutsche, die sich die Notzeit zunutze gemacht hatten, um Inventar zu stehlen. Die KZ-Insassen warten bis heute vergebens auf eine Entschuldigung des Grafenhauses.cite-ref-56[56]cite-ref-57[57]

Neugestaltung der Mainau

Lennart Bernadotte kaufte 1951 die Insel von seinem Vater Wilhelm.cite-ref-58[58] Fortan widmete er sich konsequent der Neugestaltung der Mainau, die Parkgestaltung verĂ€nderte sich nachhaltig. In den Nachkriegsjahren war Graf Bernadotte gezwungen, die Insel fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich zu machen, um so den Erhalt des großzĂŒgigen Anwesens zu gewĂ€hrleisten. Er arbeitete konsequent daran, die Insel fĂŒr Gartenfreunde und Touristen noch attraktiver zu machen, nach und nach wurde die Infrastruktur verbessert. Das GutshofgebĂ€ude hieß bald SchwedenschĂ€nke, und Schloss, Kirche sowie andere GebĂ€ude erstrahlten in neuem Glanz. ZusĂ€tzliche Gartenanlagen entstanden, darunter die „Italienische Wassertreppe“, der „Garten fĂŒr alle“ und ein Naturerlebnispfad.

Im Jahr 1955 war die Insel Schauplatz der Mainauer Kundgebung, bei der Otto Hahn und Lennart Bernadotte den deutschen und englischen Text einer ErklÀrung gegen den Einsatz von Atomwaffen verlasen.cite-ref-59[59]

Am 20. April 1961 wurde die GrĂŒne Charta von der Mainau verabschiedet, die auf dem Gebiet des Natur- und Landschaftsschutzes in Deutschland bedeutend war.

Lennart-Bernadotte-Stiftung

Um Erbstreitigkeiten mit den Kindern aus Graf Lennarts erster Ehe zu vermeiden und sein Werk „Insel Mainau“ fĂŒr die Zukunft zu sichern, brachten Graf Lennart und GrĂ€fin Sonja Bernadotte die Insel und alle ihre Liegenschaften am 13. Dezember 1974cite-ref-lebenswerk-60-0[60] in die nach ihm benannte Lennart-Bernadotte-Stiftung ein.cite-ref-unternehmen-61-0[61] Zuvor erlangte die Lennart-Bernadotte-Stiftung mit Sitz in Konstanz am 26. Juni 1974 ihre RechtsfĂ€higkeit und wurde unter das Motto „GĂ€rtnern um des Menschen und um der Natur willen“ gestellt. Die Lennart-Bernadotte-Stiftung, in deren Besitz sich 99 Prozent des operativen Stiftungskapitals der Mainau GmbH befinden, ist eine privatrechtliche Stiftung mit eigener Rechtspersönlichkeit, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Ziele verfolgt.cite-ref-portrait-62-0[62] Dazu zĂ€hlen die Förderung von Wissenschaften, die Landespflege, der Umwelt- und Denkmalschutz sowie die Heimatpflege. Ihre AktivitĂ€ten finanziert die Stiftung aus AusschĂŒttungen der GmbH.cite-ref-lebenswerk-60-1[60] Das Stiftungsvermögen belĂ€uft sich im heutigen Wert auf rund zwei Millionen Euro in Form einer Unternehmensbeteiligung an der Insel Mainau GmbH.cite-ref-63[63] Von 2003 bis zu ihrem Tod 2022 war Dagmar Schipanski Stiftungsvorstand der Lennart–Bernadotte–Stiftung.cite-ref-64[64]cite-ref-65[65]

Zwar war die Insel seit 1974 als Stiftung dem Zugriff von außen entzogencite-ref-fakten-1-3[1], doch die Betriebsgesellschaft erlebte mehrere Sparrunden mit SozialplĂ€nen und Entlassungen. Im Jahr 1981 wurde GrĂ€fin Sonja Bernadotte zur MitgeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Mainauverwaltung Graf Lennart Bernadotte GmbH. Von 1987 bis Ende 2001 wurde sie dabei durch Volkmar Th. Leutenegger, zweiter GeschĂ€ftsfĂŒhrer der GmbH, unterstĂŒtzt.cite-ref-portrait-62-1[62] Das Unternehmen wurde 1991 in Blumeninsel Mainau GmbH umbenannt und 1998 umfirmiert zur Mainau GmbH.

Seit 1986 veranstaltet die Stiftung jĂ€hrlich die „Internationalen Mainauer Jugendspiele“. Dabei treffen sich in jedem FrĂŒhjahr rund 400 ViertklĂ€ssler aus Baden-WĂŒrttemberg, Bayern, Österreich, der Schweiz und dem FĂŒrstentum Liechtenstein. Initiator der Veranstaltung war der als „Vater der Waldjugendspiele“ bekannte Forstmann Hans-Heinrich Vangerow. Ihm zu Ehren wird seit 1997 bei den „Internationalen Mainauer Jugendspielen“ auch der Dr.-Vangerow-Preis vergeben.

Touristische Entwicklung in den 1990er Jahren

Anfang der 1990er Jahre hatte die Insel zwei Millionen Besucher jÀhrlich (vor allem durch Touristen aus den neuen BundeslÀndern), seitdem sanken die Zahlen.cite-ref-bilanzfaktor-66-0[66] 2006 konnte man von einer Halbierung der Besucherzahl sprechen.cite-ref-dpa-4-1[4]

Die Insel erhielt 1998 erfolgreich die erste Öko-Zertifizierung nach EU-Recht – mit einem Trick: Die Insel bekam das Siegel (als erster botanischer Garten Europas) nur, weil sie wegen ihrer Schnapsbrennerei als landwirtschaftlicher Betrieb galt. Zertifikate fĂŒr Tourismus-Unternehmen waren seinerzeit gar nicht vorgesehen.cite-ref-67[67] Damit unterzog sie sich freiwillig nach erfolgreich absolvierter PrĂŒfung den Umweltrichtlinien der EG-Verordnung Nr. 1836/93.

Mit Blick auf die internationale Bodenseeregion wurde im September desselben Jahres der Verein EuropĂ€isches KulturForum Mainau mit dem Ziel gegrĂŒndet, mittels neuer AktivitĂ€ten und auch als Impulsgeber Menschen auf kultureller Ebene zusammenzufĂŒhren. Das gilt fĂŒr Initiativen auf den Gebieten Musik, Film, Darstellende und Bildende Kunst in enger Zusammenarbeit mit europĂ€ischen Regionen gleichen Ranges.

Das Jahr 1999 war auch fĂŒr die Insel ein Jahr der Katastrophen und hoher SachschĂ€den. Das Pfingsthochwasser verursachte Überschwemmungen in den niederen Inselteilen und am 26. Dezember wĂŒtete der Orkan Lothar, welcher auf der Insel zahlreiche BĂ€ume entwurzelte.cite-ref-68[68] Die Mainau GmbH verbuchte 1999 ein Minus von 511.291 Euro.cite-ref-ahgz-2002-40-69-0[69]

Um Ganzjahresattraktionen zu schaffen und die RentabilitÀt der Insel weiter zu steigern, wurde Anfang 2000 das Schmetterlingshaus eingeweiht. Ebenfalls 2000 wurden von der GmbH (unter Finanzdirektor Manfred Haunz) 2,3 Mio. Mark in den Bau eines Energieinformationspavillons, in Infrastrukturanlagen und in das Schlosscafé investiert.cite-ref-ahgz-2001-42-70-0[70]

Von 2001 bis 2006 war Sonja GrĂ€fin Bernadotte alleinige GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Mainau GmbH. Damals wurde die Konsolidierungsphase auf der Insel eingelĂ€utet, ab dem Jahreswechsel 2001/2002 gab es eine neue GeschĂ€ftsstruktur.cite-ref-ahgz-2001-42-70-1[70] 2002 wurde ihre Ă€lteste Tochter Bettina Bernadotte ihre persönliche Assistentin. Die Insel musste 2005 wegen weiter zurĂŒckgehender Besucherzahlen und entsprechender Einbußen zum zweiten Mal in fĂŒnf Jahren Stellen streichen.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Ende 1999 zĂ€hlte die Insel Mainau 340 GanzjahresbeschĂ€ftigte,cite-ref-ahgz-2001-42-70-2[70] von 2000 bis 2004 noch 295,cite-ref-73[73] der Schuldenberg war Ende 2004 auf 20,1 Mio. Euro angestiegen.cite-ref-74[74] Bettina Bernadotte war 2005 und 2006 als Prokuristin fĂŒr das Sanierungsprogramm „Fit 2006“ mit Personalabbau und Einsparungen verantwortlich.cite-ref-75[75]

Seit 2001 gibt es den „Sonja-Bernadotte-Preis fĂŒr Wege zur Naturerziehung“ und seit 2004 die „Sonja-Bernadotte-Medaille fĂŒr Gartenkultur“, beide von der Lennart-Bernadotte-Stiftung getragen.

Versteigerung der grÀflichen Sammlung 2004

Im September 2004 ließ Lennart Graf Bernadotte durch das Stuttgarter Auktionshaus Nagel rund 250 BesitztĂŒmer aus den „GrĂ€flich Bernadotte’schen Sammlungen Insel Mainau Bodensee“ versteigern. Der erzielte Umsatz betrug knapp 1 Million Euro. BranchenĂŒblich fließt davon rund die HĂ€lfte in die Kasse des Einlieferers, in diesem Fall der Familie Bernadotte.cite-ref-76[76] Der Wert war im Vorfeld auf 200.000 bis 300.000 Euro taxiert worden, er sollte dem Erhalt des Schlosses dienen. Über die GrĂŒnde der Versteigerung hatte die Mainau-Verwaltung unterschiedliche Angaben gemacht, unter anderem BrandschutzgrĂŒnde auf dem Speicher und VersicherungsgrĂŒnde.cite-ref-r-ckkehr-77-0[77] Die Auktion mit dem Titel „Verborgene SchĂ€tze aus Schloss Mainau“ umfasste GemĂ€lde alter und neuerer Meister, darunter Pietro Navarra (um 1700), Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863), Joseph Moosbrugger (1810–1869) und Isaac GrĂŒnewald (1889–1946),cite-ref-78[78] wobei Werke der deutschen Schule des 18. Jahrhunderts einen Schwerpunkt bildeten. Die Mehrzahl der Mainau-StĂŒcke waren Möbel,cite-ref-79[79] darunter SchrĂ€nke, Kommoden und Sitzmöbel des 17. bis 19. Jahrhunderts, sowie Lampen, Bilderrahmen und Spiegel. Einige der Objekte hatten sich ursprĂŒnglich im Schloss Karlsruhe befunden und waren durch Großherzog Friedrich I. auf die Insel verbracht worden, oder im Besitz der Königin Victoria von Schweden und anderer Personen, zu denen verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.

Nach Angaben des RegierungsprĂ€sidiums Freiburg befanden sich unter der Auktionsmasse rund 20 StĂŒcke,cite-ref-80[80] die seit 2003 „im Einvernehmen und EinverstĂ€ndnis“ mit den Besitzern in der im Denkmalbuch hinterlegten Liste des Inventars eingetragen waren. Damals hatte das RegierungsprĂ€sidium den Kern und das Schloss, rund ein Viertel der Insel, zum Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung erklĂ€rt. Damit, hieß es, erfahre das Lebenswerk des Grafenpaares „besondere Anerkennung und WertschĂ€tzung“.cite-ref-81[81] GeschĂŒtzt sind somit auch GegenstĂ€nde, die untrennbar mit dem Schloss verbunden sind, etwa eigens fĂŒr RĂ€ume gefertigte Möbel.cite-ref-r-ckkehr-77-1[77] Deshalb hĂ€tte die Entnahme von Inventar von der Stadt Konstanz in ihrer Eigenschaft als Denkmalbehörde vor dem Abtransport in drei Lastwagen genehmigt werden mĂŒssen. Das Gesuch um Genehmigung wurde aber durch die grĂ€fliche Familie im Vorfeld versĂ€umt.cite-ref-82[82] Durch die VerknĂŒpfung ungĂŒnstiger UmstĂ€nde ging das Auktionshaus bei der Erstellung des Auktionskataloges mit 300 GegenstĂ€nden von falschen Voraussetzungen aus.cite-ref-83[83] Das Auktionshaus hatte in den Tagen zuvor erklĂ€rt, man habe sich an eine durch GrĂ€fin Bettina Bernadotte vorgelegte Liste des geschĂŒtzten Inventars gehalten und bewusst darĂŒber hinaus im Schloss belassen, was mit dessen Geschichte als Sitz der Deutschordensritter zu tun habe.cite-ref-84[84] Die Mehrzahl der 20 umstrittenen StĂŒcke durften nicht versteigert werden und kehrten an ihren Platz zurĂŒck. Einige AuktionsgegenstĂ€nde durften aber auch versteigert werden bzw. wurden durch andere ersetzt.cite-ref-r-ckkehr-77-2[77]

Nach dem Tod von Graf Bernadotte 2004

Am 21. Dezember 2004 verstarb Lennart Graf Bernadotte im Alter von 95 Jahren auf seinem Schloss. Man folgte weiter dem Leitspruch des BegrĂŒnders „GĂ€rtnern um des Menschen willen“, verzichtete auf die Anlage von FahrgeschĂ€ften wie in einem Freizeitpark und beließ die Insel in ihrer touristischen Form.cite-ref-dpa-4-2[4]

Infolge der Krebserkrankung von GrĂ€fin Sonja Bernadotte, der sie 2008 erlag, ĂŒbernahm zum 1. Januar 2007 GrĂ€fin Bettina Bernadotte die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Mainau GmbH, die das kommerzielle TourismusgeschĂ€ft auf der Insel betreibt.cite-ref-lebenswerk-60-2[60] Ihr Bruder Graf Björn Bernadotte war eigentlich dafĂŒr vorgesehen, verzichtete aber.cite-ref-schmetterling-85-0[85] Ebenfalls zum 1. Januar 2007 ging die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der „Lennart-Bernadotte-Stiftung“ von Volkmar Theo Leutenegger – seit 1979 Vorstand und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Lennart-Bernadotte-Stiftung – auf Björn Bernadotte ĂŒber.cite-ref-portrait-62-2[62]

Neben der Dachmarke „Mainau“ gibt es unter der Stiftungsebene zwei weitere Marken: Zum einen die 2006 gegrĂŒndete „Mainau-Akademie“. Der eingetragene Verein sitzt als Kompetenzzentrum der Mainauer Naturerziehung im „Lauenhaus“ auf der Insel. Zum anderen „Mainau-Aktiv“, eine 2007 von Graf Björn gemeinsam mit dem Radolfzeller Physiotherapeuten Edwin Arnold gegrĂŒndete Firma, die Natur- und Gesundheitsseminare fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte und Mitarbeiter aus der Wirtschaft anbietet. Schwerpunkt ist Kommunikation und Teambildung.cite-ref-86[86] Ebenfalls unter dem Dach der Lennart-Bernadotte-Stiftung ist der Verein „GĂ€rtnern fĂŒr Alle“ organisiert. GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Vereins ist Sandra Angerer, Ehefrau von Björn Bernadotte. Das Spektrum reicht vom Servicetelefon fĂŒr Gartenfreunde bis zu einem UnterstĂŒtzungskurs fĂŒr lernschwache Jugendliche. Die „GrĂŒne Schule“ gehört dabei zu den beliebtesten Angeboten.cite-ref-87[87]

Die Insel wird kommerziell verwaltet von der Insel Mainau GmbH, einer Gesellschaft mit beschrÀnkter Haftung, deren Stammkapital zu 99 % im Besitz der Stiftung und zu 1 % im Besitz der Familie Bernadotte, in Form der GrÀfin Sonja Bernadotte GmbH, ist.cite-ref-unternehmen-61-1[61] Die Insel Mainau GmbH ist ein mittelstÀndisches Privatunternehmen, das ohne öffentliche Subventionen auskommt und nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten ganzjÀhrig rund 150 und in der Blumensaison von MÀrz bis Oktober 300 Mitarbeitern ArbeitsplÀtze bietet. Zum Anlagevermögen zÀhlen, nebst Insel und GebÀuden, 420 Hektar Wald auf dem Festland.cite-ref-ahgz-2001-42-70-3[70]

Touristische Entwicklung

Die Insel verfĂŒgt ĂŒber acht gastronomische Einrichtungen. Die Haupteinnahmequelle sind durch den Tourismus gewonnene Eintrittsgelder. Die Insel ist eine der Hauptattraktionen am Bodensee: 2007 kamen mehr als 1,2 Mio. Besucher, davor waren es teils mehr als 2 Mio. Besucher jĂ€hrlich. Zum Umsatz rechnen sich neben den Eintrittsgeldern auch Einnahmen aus Gastronomie und SouvenirverkĂ€ufen.cite-ref-ahgz-2002-40-69-1[69] So lag der Ertrag der GmbH im GeschĂ€ftsjahr 2006 bei einem Umsatzerlös von 18,27 Millionen Euro bei 3,5 Millionen Euro.cite-ref-88[88] Unklar bleibt, ob und welchen Gewinn die Mainau macht, denn sie gibt ihren Ertrag nur noch als Wert vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen an.cite-ref-89[89] So hat sich die Mainau durch das Wirken von GrĂ€fin Bernadotte zu einer Synthese aus botanischem Garten, historischem Schlosspark und Ort der internationalen Begegnung entwickelt.

2006 erhielt die Blumeninsel den EMAS-Award, den höchsten europĂ€ischen Preis fĂŒr betrieblichen Umweltschutz der EU-Kommission fĂŒr eine mit Partnern entwickelte Kommunikationskampagne. Teil des ausgezeichneten Konzepts sind sechs TĂŒrme aus lebenden Weiden auf der Mainau. An den Installationen wird spielerisch erklĂ€rt, wie das Mainau-Management den Umweltschutz zu einem wirtschaftlichen Gewinnfaktor macht.cite-ref-90[90]

Finanziell gab 2007 Bettina Bernadotte, studierte Tourismus-Betriebswirtin der Berufsakademie Ravensburg, als Ziel fĂŒr die nĂ€chsten sieben Jahre die Steigerung der Eigenkapitalquote auf 20 Prozent vor.cite-ref-familienparadies-16-1[16] Nachdem die Mainau in den Vorjahren Kosten reduziert hatte, sollten nun die Einnahmen steigen. Aus diesem Grund verfolgt Bernadotte die Strategie, die WetterabhĂ€ngigkeit zu reduzieren und das GeschĂ€ft mit Banketten, Tagungen und Firmenveranstaltungen auszubauen, um auf 1,2 bis 1,4 Millionen Besucher im Jahr zu kommen. Bis in zehn Jahren wollte sie zudem mit dem „Parkentwicklungsplan 2017“ jene großen Bereiche der Mainau erschließen, die bislang fĂŒr Besucher unzugĂ€nglich sind. Junge Familien will sie mit abgesenkten Preisen locken. Flexiblere Angebote wĂŒnscht sie sich aber auch von den Hotels der Region. Der heutige Urlauber suche kurzfristig buchbare Pakete fĂŒr Kurzurlaube.cite-ref-91[91] In einem ersten Schritt wurde mit dem Saisonauftakt 2007 die Möglichkeit des freien Inselbesuchs am Abend abgeschafft. Stattdessen wird seitdem das sogenannte „Sonnenuntergangsticket“ angeboten, das als Verzehrgutschein durch die Inselgastronomie angerechnet wird.cite-ref-92[92] Ebenfalls 2007 wurde als „Beitrag zum Naturerlebnis fĂŒr die ganze Familie“ die so genannte „Wasserwelt“ eröffnet. Sie ersetzt eine 24 Jahre alte und 130 Quadratmeter messende Spielanlage,cite-ref-wasserwelt-17-1[17] die als Spende nach Usbekistan ging und dort wieder aufgebaut wurde.cite-ref-spielplatz-15-1[15]

Im Februar 2008 erhielt die Insel Mainau GmbH vom Gemeinderat die Erlaubnis, das Palmenhauscite-ref-93[93] neben dem Schloss ganzjĂ€hrig stehen zu lassen. UrsprĂŒnglich war das Palmenhaus 1993 nur genehmigt worden, wenn es wĂ€hrend der FrĂŒhjahrs- und Sommermonate wieder abgebaut wĂŒrde. Aufgrund der hohen Auf- und Abbaukosten gestattete der Konstanzer Gemeinderat immer wieder befristet, das Bauwerk auch in den Sommermonaten stehen zu lassen.cite-ref-94[94] Da fĂŒr die Insel Mainau der Wetterschutz fĂŒr exotische GewĂ€chse auch Wirtschaftsfaktor ist,cite-ref-95[95] beantragte die Mainau GmbH, das Palmenhaus bis 2028 stehen zu lassen.cite-ref-96[96] Schließlich einigte man sich nach Bedenken seitens des Denkmal- und Naturschutzes zunĂ€chst auf eine Dauer bis Ende 2016,cite-ref-97[97]cite-ref-98[98] in jenem Jahr wurde die Erlaubnis bis 2028 verlĂ€ngert.cite-ref-1-20-1[20]

Die Saison 2009 stand unter dem Motto 100 Jahre Lennart Bernadotte. Zur Eröffnung am 20. MĂ€rz 2009 startete die Insel mit einer halben Million FrĂŒhlingsblumen und der traditionellen Orchideenschau im Palmenhaus, bei der ĂŒber 2.500 tropische Exemplare prĂ€sentiert wurden. Im Mittelpunkt stand jedoch der Schöpfer der Blumeninsel, Lennart Graf Bernadotte, der am 8. Mai 2009 seinen 100. Geburtstag gefeiert hĂ€tte.cite-ref-99[99]

Das Motto 2011 lautete Auf Großvaters Gartenbank – eintauchen in eine andere Zeit, wobei die Mainau zurĂŒckblickte und AltbewĂ€hrtes wieder aufleben ließ. 2011 standen zwei JubilĂ€en an: Die „GrĂŒne Charta“, die am 20. April 1961 unterzeichnet wurde, feierte ihr 50-jĂ€hriges JubilĂ€um und die „Mainauer Jugendspiele“ wurden zum 25. Mal ausgerichtet. Der 2010 angelegte Staudengarten war 2011 ganzjĂ€hrig zu sehen.cite-ref-100[100] Gemeinsam mit dem Unternehmer Alexander Klaußner eröffnete die „Lennart-Bernadotte-Stiftung“ 2013 auf dem zu Litzelstetten gehörenden Festland den „Erlebniswald-Mainau“. Neben einem 1,6 Hektar großen Kletterwald, umfasst dieser auch die ehemalige Propstei St. Katharinen, die historisch zum Mainauer Hoheitsgebiet gehörte.cite-ref-101[101]

GedenkstĂ€tte fĂŒr die Opfer der NS-Zeit

Die Familie Bernadotte versuchte lange Zeit, die Ereignisse der NS-Zeit zu verdrÀngen. Graf Bernadotte erklÀrte dazu: «Unsere Besucher wollen Blumen sehen und keine GrÀber». Nach seinem Tod wuchs die öffentliche Kritik an dieser Haltung.cite-ref-0-102-0[102]

Diese Kritik fĂŒhrte 2012 zur Einsetzung einer Historikerkommission und zur Einrichtung einer GedenkstĂ€tte aus Granitstelen, die in Anwesenheit des französischen Botschafters eingeweiht wurde. Sie wurde von den französischen Behörden als Ehrenmal der RĂ©sistance gestaltet, weshalb die Namen mit den Ehrentiteln «Mort pour la France» oder «Mort en dĂ©portation» versehen sind. Acht Namen von auf der Insel gestorbenen HĂ€ftlingen, die nicht in dieses Schema passen – ein hollĂ€ndischer Jude, ein Algerier, ein Krimineller und ein Kollaborateur – fehlen auf der GedenkstĂ€tte.cite-ref-0-102-1[102]

Seit 2012 wurde an einem Gesamt-Konzept zur Darstellung der geschichtlichen Ereignisse der 1930er und 1940er Jahre gearbeitet, das neben der Überarbeitung einer Online-Chronik auch eine sichtbare Form der Erinnerung an die ehemaligen KZ-HĂ€ftlinge aus Dachau und Auschwitz beinhaltet, die nach Kriegsende zu Genesungszwecken auf die Insel Mainau gebracht wurden und an den Folgen ihrer Leiden hier verstarben.

Das Erinnerungszeichen auf der Insel Mainau wurde am 6. Mai 2022 aktualisiert, die Gedenktafel erinnert an alle 34 auf der Insel Mainau verstorbenen ehemalige HĂ€ftlinge.cite-ref-103[103] Das Erinnerungszeichen ist auf den InselplĂ€nen verzeichnet. Auf der Gedenktafel ist ein QR-Code hinterlegt, der ĂŒber die Mainau-Homepage auf die Archive von Caen-FR und Bad Arolsen-DE verweist.cite-ref-104[104]cite-ref-105[105]

Kunst und Kultur

Auf der Insel werden regelmĂ€ĂŸig Konzerte und Ausstellungen veranstaltet.

FĂŒr die Saison 2007 verwandelte der KĂŒnstler Stefan Szczesny im Rahmen eines Kunstprojekts mit dem Namen Ein Traum vom irdischen Paradies die Insel Mainau fĂŒr ein Jahr in ein Gesamtkunstwerk.cite-ref-106[106] Die Szczesny-Aktion finanzierte die Audi AG als Hauptsponsor. Szczesny gestaltete die blĂŒhenden HĂ€nge durch Skulpturen, GemĂ€lde, Keramiken und Mosaiken um. Dazu gehörten von Szczesny entworfene Blumenbilder, wie zum Beispiel auch das grĂ¶ĂŸte Krokusbild, das jemals auf der Mainau blĂŒhte, bestehend aus 70.000 Krokuszwiebeln auf der Schlosswiese.cite-ref-107[107] Des Weiteren gab es 53 so genannte „Schattenskulpturen“, ĂŒberdimensionale Scherenschnitte aus schwarzen Stahlplatten, ausgefĂŒhrt als bewegte Frauenfiguren.cite-ref-elsner-heller-9-1[9] Ebenfalls flach und eigentlich vom Material her spröde waren die Glasstelen, die Szczesny zu einem „Zauberwald“ entlang des Bambushains am GĂ€rtnerturm aufgereiht hatte. Sie zeigten laut dem KĂŒnstler in geĂ€tztem Glas verewigt die Eva, das Urweib.cite-ref-elsner-heller-9-2[9] Als Höhepunkt prĂ€sentierte sich der Zeppelin NT von April bis Mitte August 2007 bei seinen FlĂŒgen rund um den Bodensee mit zwei Frauenakten, kĂŒnstlerischen Motiven einer Seejungfrau und der Insel Mainau.cite-ref-108[108] Das Luftschiff wurde hierfĂŒr beidseitig mit einer Spezialfolie beklebt.cite-ref-109[109] Die mit fĂŒnf Metern Höhe grĂ¶ĂŸte Keramikvase der Welt konnte aus KostengrĂŒnden nicht realisiert werden.cite-ref-110[110]

Jedes Jahr heiraten hier rund 100 Paare.cite-ref-111[111] Nicht nur die barocke Schlosskirche St. Marien auf der Insel ist ein Ort fĂŒr kirchliche Trauungen, das stĂ€dtische Standesamt bietet auch regelmĂ€ĂŸig Außentermine fĂŒr standesamtliche Trauungen an.cite-ref-112[112]

RegelmĂ€ĂŸige Veranstaltungen (Auswahl)

‱ Traditionell findet im FrĂŒhling jĂ€hrlich eine Orchideenschau im Palmenhaus statt. Sie eröffnet das Blumenjahr.cite-ref-113[113]
‱ DahlienblĂŒte im FrĂŒhherbst: 12.000 Dahlien auf 2.400 Quadratmeter FlĂ€che blĂŒhen bis zum ersten Frosteinbruch. Wahl der Mainau-Dahlienkönigin.cite-ref-114[114]
‱ Saisonale GĂ€rten: JĂ€hrliches Projekt, bei dem fĂŒnf von Studenten geplante FlĂ€chen in Zusammenarbeit mit Auszubildenden des Garten- und Landschaftsbaus umgesetzt werden.
‱ Christmas Garden: Seit 2021 werden jĂ€hrlich von Mitte November bis Anfang Januar in den Abendstunden auf einem zwei Kilometer langen Rundweg verschiedene Lichtinstallationen gezeigt.

Philatelistisches

Mit dem Erstausgabetag 5. Januar 2023 gab die Deutsche Post AG als zweite Sondermarke der neuen Serie SehenswĂŒrdigkeiten in Deutschland ein Postwertzeichen im Nennwert von 85 Eurocent mit einem Luftbild der Insel Mainau heraus.cite-ref-115[115] Die Gestaltung der Marke und des Ersttagsstempels stammt von der Grafikerin und Designerin Jennifer Dengler vom Grafik-Team der Deutsche-Post Zentrale in Bonn.cite-ref-116[116]

Siehe auch
Literatur

‱ Michael BopprĂ© et al.: Falter auf der Insel Mainau. Das Schmetterlingshaus – Einblicke in die faszinierende Welt der Schmetterlinge. Forstzoologisches Institut der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t Freiburg im Breisgau & Blumeninsel Mainau, Freiburg im Breisgau und Insel Mainau 1998
‱ Hermann Brommer: Schlosskirche Insel Mainau. Barockjuwel im Bodensee. Stadt Konstanz, Fink, Lindenberg 2007, ISBN 978-3-89870-577-6 (Zuvor: KunstfĂŒhrer Band 1207, Schnell und Steiner, MĂŒnchen/ZĂŒrich Erstausgabe 1980).
‱ Georg Dehio, Dagmar Zimdars (Hrsg.): Handbuch der Deutschen KunstdenkmĂ€ler. Baden-WĂŒrttemberg II. Deutscher Kunstverlag, MĂŒnchen 1997, ISBN 3-422-03030-1, S. 431–433.
‱ Otto Feger: Die Deutsch-Ordens-Kommende Mainau (= Schriften des Kopernikuskreises Freiburg. Band 2). Verlag Jan Thorbecke, Lindau/Konstanz 1958, DNB 451223926.
‱ Gabriel Girod de l'Ai: Jean Baptiste Bernadotte. BĂŒrger, französischer Revolutionsgeneral, schwedisch-norwegischer König. SĂŒdkurier, Konstanz 1989, ISBN 3-87799-081-9. (Biographie des Stammvaters des regierenden schwedischen Königshauses und des „Mainau-Grafen“ Lennart Bernadotte, anlĂ€sslich dessen 80. Geburtstages)
‱ Alexander und Johanna DĂ©es de Sterio: Die Mainau. Chronik eines Paradieses. Belser, Stuttgart 1977, ISBN 3-7630-1271-0.
‱ Harald Derschka: Klosterinseln im Bodensee. In: Gabriela Signori (Hg.): Inselklöster – Klosterinseln. Topographie und Toponymie einer monastischen Formation (= Studien zur Germania Sacra. Neue Folge 9). De Gruyter, Berlin/Boston 2019, ISBN 978-3-11-064266-7, S. 149–165.
‱ Hans Dorn: Blumeninsel Mainau. Parkpflegewerk. 1993.
‱ Hans Dorn, Bernd H. K. Hoffmann: Gartenhistorische Untersuchung Insel Mainau. In: Das Bauzentrum. Heft 8. 1997, S. 54ff.
‱ Hans Martin Gubler: Johann Caspar Bagnato (1696–1757) und das Bauwesen des Deutschen Ordens in der Ballei Elsaß-Burgund im 18. Jahrhundert. Thorbecke, Sigmaringen 1985, ISBN 3-7995-7031-4.
‱ JĂŒrgen Klöckler, Lothar Burchardt, Tobias Engelsing: Flecken auf der Blumeninsel Mainau? Lennart Bernadotte im Nationalsozialismus und in den Nachkriegsjahren. In: Schriften des Vereins fĂŒr Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 132. Heft. Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2014, ISBN 978-3-7995-1720-1, S. 149–187.
‱ Arnulf Moser: Die andere Mainau 1945. Paradies fĂŒr befreite KZ-HĂ€ftlinge. UniversitĂ€tsverlag Konstanz, Konstanz 1995, ISBN 3-87940-519-0. Erweiterte und ĂŒberarbeitete Neuauflage: Hartung-Gorre Verlag, Konstanz 2020, ISBN 978-3-86628-664-1.
‱ Kreuz und Schwert. Der Deutsche Orden in SĂŒdwestdeutschland, in der Schweiz und im Elsaß. Ausstellungskatalog, Mainau 1991.
‱ Andreas LĂŒck (Hrsg.): Szczesny. Insel Mainau. Ein Traum vom irdischen Paradies. Prestel, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-7913-3916-0.
‱ Judith Pfindel, Heinz-Dieter Meier: Die Pflanzenwelt der Mainau. Ein botanischer FĂŒhrer durch Park und GĂ€rten der Insel. Hampp, Stuttgart 2005, ISBN 3-936682-38-0.
‱ Karl Heinrich Roth von Schreckenstein: Die Insel Mainau. Geschichte einer Deutschordens-Commende vom XIII. bis zum XIX. Jahrhunderte. British Library, Historical Print Editions, London 2011. (Erstausgabe Karlsruhe 1873), ISBN 978-1-241-40995-1.
‱ Petra Wichmann, Bertram Jenisch: Die Insel Mainau. Kernbereich und Teile des historischen Parks jetzt als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung geschĂŒtzt. In: Denkmalpflege in Baden-WĂŒrttemberg. 33. Jg. 2004, Heft 2, S. 101–113. (PDF)

Historische Landkarte

‱ Insel Mainau, nördlich von Allmannsdorf, am Überlinger See, Kreis Konstanz, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Allmannsdorf (meyersgaz.org).

Weblinks

Commons

: Mainau

– Album mit Bildern

Commons

: Mainau

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Publikationen zum Naturraum Mainau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Suche nach Insel Mainau. In: Deutsche Digitale Bibliothek
‱ Suche nach Insel Mainau im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
‱ Offizielle Website der Mainau GmbH
‱ Hermann Brommer: Mainau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
‱ Insel Mainau: Bildgalerie
‱ Bebilderter Rundgang ĂŒber die Insel
‱ Romantische Sage
‱ Insel Mainau (Deutscher Orden) (Memento vom 25. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) – Informationen zur Architektur auf der Insel Mainau
‱ Deutschordenskommende Mainau in der Datenbank Klöster in Baden-WĂŒrttemberg des Landesarchivs Baden-WĂŒrttemberg

Einzelnachweise

cite-note-fakten-11. ↑ Aufgelistet. FĂŒnf Fakten ĂŒber die Insel Mainau. In: SĂŒdkurier vom 19. November 2010.
cite-note-22. ↑ Interaktiver Atlas des Zensus 2022
cite-note-fischer-balze-33. ↑ Die Mainau. In: Gerhard Fischer, Andreas Balze (Hrsg.): Bodensee. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2005, ISBN 3-7701-6320-6.
cite-note-dpa-44. ↑ Die Blumeninsel Mainau macht Millionen BlĂŒtentrĂ€ume wahr. In: SĂŒdkurier vom 21. August 2007.
cite-note-55. ↑ Internationale GewĂ€sserschutzkommission fĂŒr den Bodensee: Der Bodensee: Zustand – Fakten – Perspektiven. 2. korrigierte Auflage, IGKB, Bregenz 2004, ISBN 3-902290-04-8, S. 9.
cite-note-66. ↑ Manfred Schmidt: Strom- und Binnenseeinseln in Deutschland. GRIN-Verlag, MĂŒnchen 2008, ISBN 3-638-95278-9, S. 15.
cite-note-77. ↑ https://www.peter-hug.ch/lexikon/11_0116
cite-note-88. ↑ Wohnplatzverzeichnis 1961, Staatshandbuch fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg, Hrsg. Statistisches Landesamt Baden-WĂŒrttemberg, Stuttgart 1964, S. 359.
cite-note-elsner-heller-99. ↑ Brigitte Elsner-Heller: Kunst eines „Radikal-Optimisten“. In: SĂŒdkurier vom 17. April 2007.
cite-note-1010. ↑ Josef Siebler: Mammutbaum gekappt. In: SĂŒdkurier vom 13. Februar 2008.
cite-note-1111. ↑ Richard Pott: Biotoptypen. Ulmer, Stuttgart 1996, S. 363.
cite-note-sch-fer-1212. ↑ Klaus SchĂ€fer: Vom Rhein zu den PyrenĂ€en III: Pilger- und KirchenfĂŒhrer am Jakobsweg. Books on Demand, 2003, ISBN 3-8334-0266-0, S. 27.
cite-note-1313. ↑ Mainau GmbH: Schmetterlingshaus Mainau: Schmetterlingshaus. Tropische Welt mit bunten Faltern und BlĂŒten. mainau.de, abgerufen am 24. Mai 2020.
cite-note-1414. ↑ Die Puppenstube der bunten Falter. In: SĂŒdkurier vom 31. Oktober 2008.
cite-note-spielplatz-1515. ↑ Frank van Bebber: Spielplatz mit WĂ€schetrockner. In: SĂŒdkurier vom 4. April 2007.
cite-note-familienparadies-1616. ↑ Familienparadies Mainau. In: SĂŒdkurier vom 19. April 2007.
cite-note-wasserwelt-1717. ↑ Neue Wasserwelt fĂŒr Kinder. In: SĂŒdkurier vom 23. Januar 2007.
cite-note-1818. ↑ Ein langlebiger Palast fĂŒr Palmen und Menschen - PLEXIGLASÂź. 25. Februar 2024, abgerufen am 25. April 2025 (Archivlink).
cite-note-1919. ↑ mainau.de: Palmenhaus, aufgerufen am 25. April 2022.
cite-note-1-2020. ↑ Claudia Rindt: Mainau: Das Palmenhaus soll bleiben. 18. Oktober 2016, abgerufen am 25. April 2025.
cite-note-2121. ↑ Informationen zur Orgel (gesehen am 26. Dezember 2018)
cite-note-2222. ↑ Jörg-Peter Rau: Abschied von GrĂ€fin Sonja. Trauerfeier in der Inselkirche. In: SĂŒdkurier vom 27. Oktober 2008
cite-note-2323. ↑ Jörg-Peter Rau: Trauer um die Seele der Insel. In: SĂŒdkurier vom 27. Oktober 2008
cite-note-2424. ↑ Chronik der Insel Mainau
cite-note-2525. ↑ Attraktion Schwedenturm
cite-note-2626. ↑ Georg Christian Friedrich Lisch: Pfahlbau der Steinperiode von der Insel Mainau in der Ueberlinger Bucht des Bodensees. In: Mecklenburgische JahrbĂŒcher. Hrsg. von Verein fĂŒr Mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde. Schwerin 1864, S. 164
cite-note-wichmann-jenisch-2727. ↑ Petra Wichmann, Bertram Jenisch: Die Insel Mainau. Kernbereich und Teile des historischen Parks jetzt als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung geschĂŒtzt. In: Nachrichtenblatt Landesdenkmalamt Baden-WĂŒrttemberg. Heft 2. 2004, S. 101–113.
cite-note-2828. ↑ Vgl. Strabo 01.0198&query=book%3D%232 Geographica. Band 7 S. 292: There is also an island in it which Tiberius used as a base of operations in his naval battle with the Vindelici.
cite-note-2929. ↑ Archiv fĂŒr Anthropologie, Völkerforschung und kolonialen Kulturwandel. hrsg. von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Braunschweig 1902, S. 182
cite-note-3030. ↑ Vgl. Schriften des Vereins fĂŒr Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. Hrsg. von Verein fĂŒr Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 1882, S. 97.
cite-note-3131. ↑ Otto Feger: Geschichte des Bodenseeraumes. Stuttgart 1956, S. 23. Anders Annemarie Bernecker: Die FeldzĂŒge des Tiberius und die Darstellung der unterworfenen Gebiete in der „Geographie des Ptolemaeus“. Bonn 1989, ISBN 3-7749-2401-5, S. 59.
cite-note-3232. ↑ Thomas Fischer: Die Römer in Deutschland. Mainz 1999, ISBN 3-8062-1325-9, S. 21.
cite-note-3333. ↑ Vgl. Franz Xaver Kraus, Josef Durm, Ernst Wagner: Die KunstdenkmĂ€ler des Grossherzogthums Baden: Beschreibende Statistik. Ministerium des Kultus und Unterrichts Baden, Adolf von Oechelhaeuser, 1887. S. 300.
cite-note-3434. ↑ Im Gegensatz zu Ottmar Friedrich Heinrich Schönhuth: Chronik des ehemaligen Klosters Reichenau, aus handschriftlichen Quellen dargestellt. 1835. S. 194, wo vom Vergabejahr 1293 die Rede ist.
cite-note-3535. ↑ Nach anderen Quellen Albert von Langenstein.
cite-note-3636. ↑ Vgl. Johann Samuel Ersch: Allgemeine EncyclopĂ€die der Wissenschaften und KĂŒnste in alphabetischer Folge von genannten Schriftstellern bearbeitet und herausgegeben von J. S. Ersch und J. G. Gruber. J. F. Gleditsch, 1840, S. 462.
cite-note-referencea-3737. ↑ Quelle: Schriftliche Ausarbeitung vom 31. MĂ€rz 2015 von Emil J. Mundhaas, Konstanz.
cite-note-3838. ↑ Vgl. A. Dessauer: Der rheinische Bund. 1811. S. 70ff.
cite-note-3939. ↑ Emil J. Mundhaas: Hoch- und Niedergerichtsbarkeit des Deutschen Ordens in der Landschaft Mainau. In: Hegau. Zeitschrift fĂŒr Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebiets zwischen Rhein, Donau und Bodensee. Jahrbuch 70/2013, ISBN 978-3-933356-69-7, S. 233–254, hier S. 233 (mit Landkarten des Einflussbereichs der Mainau im 18. Jahrhundert).
cite-note-moser-4040. ↑ Die Insel Mainau und der BodanrĂŒck. In: Eva Moser: Bodensee. Drei LĂ€nder: Kultur und Landschaft zwischen Stein am Rhein, Konstanz und Bregenz. DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 1998, ISBN 3-7701-3991-7.
cite-note-4141. ↑ Litzelstetten. Abgerufen am 4. September 2021.
cite-note-4242. ↑ Nach Fr. X. Kraus: Die KunstdenkmĂ€ler des Kreises Konstanz; L. Reich: Die Insel Mainau; B. Baader: Volkssagen aus dem Lande Baden. In: Das Schwedenkreuz von der Mainau. In: Theodor Lachmann (Hrsg.): Überlinger Sagen, BrĂ€uche und Sitten. Georg Olms Verlag, Hildesheim/New York 1979, ISBN 3-487-06872-9, S. 86 f.
cite-note-4343. ↑ Das Schwedenkreuz von der Mainau. In: Theodor Lachmann (Hrsg.): Überlinger Sagen, BrĂ€uche und Sitten. Georg Olms Verlag, Hildesheim/New York 1979, ISBN 3-487-06872-9, S. 86 f.
cite-note-eiselein-4444. ↑ Vgl. Josua Eiselein: Geschichte und Beschreibung der Stadt Konstanz und ihrer nĂ€chsten Umgebung. 1851, S. 223 f.
cite-note-4545. ↑ Emil J. Mundhaas: Hoch- und Niedergerichtsbarkeit des Deutschen Ordens in der Landschaft Mainau. In: Hegau. Zeitschrift fĂŒr Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebiets zwischen Rhein, Donau und Bodensee. Jahrbuch 70/2013, ISBN 978-3-933356-69-7, S. 233–254, hier S. 254 (mit Landkarten des Einflussbereichs der Mainau im 18. Jahrhundert).
cite-note-4646. ↑ Katharina Werner (1799–1850), 1827 zur GrĂ€fin von Langenstein erhoben
cite-note-4747. ↑ H. Degenkolb: Vierzehn Oktobertage am Bodensee und im Breisgau. In: Österreichische botanische Zeitschrift. Jahrgang 16 (1866). Springer-Verlag, 1866, S. 183 (zobodat.at [PDF]).
cite-note-4848. ↑ Einiges ĂŒber die GĂ€rtnereien der Schweiz und des Bodensees. In: Gartenbau-Gesellschaft Flora (Hrsg.): Illustrierte Gartenzeitung. 9. Band (1865). WĂŒrttembergischer Gartenbau Verein. E. Schweizerbart, Stuttgart 1865, S. 45.
cite-note-4949. ↑ Vgl. Badisches Landesmuseum Karlsruhe: Schloss und Hof Karlsruhe. FĂŒhrer durch die Abteilung zur Schlossgeschichte. ISBN 3-937345-25-6.
cite-note-am-5050. ↑ Arnulf Moser: Von der Organisation Todt zur französischen Exilregierung.
cite-note-azw-5151. ↑ Von der Hölle des Holocausts ins Blumenparadies. In: alle zwei wochen. Nummer 03. vom 8. Juni 1995
cite-note-5252. ↑ Vgl. JĂŒrgen Klöckler: Abendland – Alpenland – Alemannien. Dissertation. UniversitĂ€t Konstanz 1998, S. 32f.
cite-note-5353. ↑ Arnulf Moser: Inseln der GlĂŒckseligkeit. Die Reichenau und Mainau als Erholungsort fĂŒr französische KZ-HĂ€ftlinge 1945. In: Allmende. 38/39. 1993. S. 203–215.
cite-note-5454. ↑ Ramona Löffler: Der Graf sprach wenig ĂŒber diese Zeit. In: SĂŒdkurier vom 29. August 2015, S. 29.
cite-note-5555. ↑ Jörg-Peter Rau: Mainau beleuchtet auch ihre dunklen Seiten. In: SĂŒdkurier vom 23. Dezember 2011.
cite-note-5656. ↑ Arnulf Moser: Das französische Befreiungskomitee auf der Insel Mainau und das Ende der deutsch-französischen Collaboration. Verlag Jan Thorbecke, Sigmaringen 1980, ISBN 3-7995-6825-5.
cite-note-5757. ↑ Arnulf Moser: Die andere Mainau 1945. Paradies fĂŒr befreite KZ-HĂ€ftlinge. UniversitĂ€tsverlag Konstanz, Konstanz 1995, ISBN 3-87940-519-0.
cite-note-5858. ↑ Der Herr der Mainau. Graf Lennart Bernadotte wird 95. Fernsehbeitrag des SĂŒdwestrundfunks.
cite-note-5959. ↑ Klaus Hoffmann: Schuld und Verantwortung. Otto Hahn. Konflikte eines Wissenschaftlers. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York (u. a.) 1993, ISBN 3-540-56766-6.
cite-note-lebenswerk-6060. ↑ Frank van Bebber: Der HĂŒter eines Lebenswerkes. In: SĂŒdkurier vom 8. August 2007.
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